Marinemuseum Dänholm

Herzlich willkommen!


Maritimes Kalenderblatt

 

An dieser Stelle finden Sie ausgewählte Daten und Ereignisse zur Marinegeschichte Mecklenburg-Vorpommers sowie der nationalen und internationalen Seefahrt. Die Daten werden zweimonatlich aktualisiert und erheben  keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie werden geprüft, eine Garantie für die Richtigkeit kann aber nicht übernommen werden.

 

Rückinformationen zu den Kalenderblättern bezüglich Interesse, aber auch Wünsche zu den Themen und Hinweise nehmen wir gern entgegen.

 

Zusammengestellt von: Hans-Peter Küßner und Klaus-Peter Bittner.

 

Januar

 
01.01.1929

Der Weltnachrichtenvertrag von Washington (1927) tritt in Kraft. Zum gleichen Zeitpunkt nimmt das am 18.11.1927 gegründete Comité Consultatif International Technique des Communications Radioélectriques (CCIR) auf einer Sitzung in Den Haag seine Tätigkeit auf.

01.01.1969 

Nach Ablauf des Vertrages mit Schuchmann nimmt die Hapag-Tochter Lütgens & Reimers mit sechs neuen Schleppern den Schleppschiff-fahrtsbetrieb wieder auf.

 

Bildung der Reserveflottille der Bundesmarine in Wilhelmshaven.

01.01.1979

Seit dem 30.12.1978 stehen die Angehörigen der Volksmarine gemeinsam mit Werktätigen des Küstenbezirkes Rostock, Einheiten der Land- und Luftstreitkräfte der NVA sowie der Sowjetarmee in pausenlosem Kampf gegen die Witterungsunbilden. Im Norden der DDR sind fast alle Schienenwege, sämtliche Fernverkehrsstraßen und der größte Teil der Autobahn Berlin-Rostock durch meterhohe Schneewehen blockiert. Ein plötzlicher Temperatursturz, verbunden mit starken Schneefällen und heftigen Winden, hat zu dieser schwierigen Lage geführt. Mit schwerer Technik, Sprengungen, aber auch mit Schaufeln und Schneeschiebern müssen die Strecken freigelegt werden. Hubschrauber der Volksmarine versorgen indessen die Bevölkerung abgeschnittener Orte vor allem auf Rügen, retten Schwerverletzte und befördern hochschwangere Frauen in Entbindungsstationen oder Kliniken. Als im Februar 1979 weitere extreme Schneefälle teilweise noch härtere Bedingungen schaffen, steht auch die Volksmarine erneut ihren Mann. Während beider Schneeperioden sind die Marinehubschrauber 119 Einsätze geflogen, haben sie 472 Starts absolviert. Dabei wurden 39 werdende Mütter und 37 Schwerkranke in Kliniken überführt.

 

In der BRD und der DDR wird der Telefax-Dienst eingeführt.  Im Seefunk wird auf UKW die Bezeichnung „Kanal“ für Sprechweg offiziell eingeführt.
01.01.1999  Inbetriebnahme der Seenot-Küstenfunkstelle Bremen-Rescue-Radio (BRR) der DGzRS für den Bereich Nord- und Ostsee, welche die Aufgaben der Deutschen Telekom, nämlich der Küstenfunkstelle Norddeich Radio mit seinen 14 Relaisstationen, übernimmt und die Kanäle 16 und 70 von Bremen aus überwacht. Gleichzeitig wird Norddeichradio für den öffentlichen Nachrichtenverkehr geschlossen. 
02.01.1979 

In den ersten Stunden dieses Tages wird Rotraud Hoge von der Hubschrauberbesatzung des Fregattenkapitäns Weibezahl unter komplizierten Wetterbedingungen von Putbus ins Stralsunder Bezirkskrankenhaus geflogen. Eine halbe Stunde nach der Landung wurde in einer schweren Geburt Bettina Hoge geboren. Am 07.10.1979 übernimmt das Hubschraubergeschwader der Volksmarine die Ehrenpatenschaft über die „Regimentstochter“.

09.01.1959 Premiere des DEFA-Films „Im Sonderauftrag“, in dem erstmalig Angehörige der Seestreitkräfte der NVA auftreten. Die Szenen werden auf Schiffen bzw. einem Schiff (MLR-Schiff Typ KRAKE, 6-45, im Film die Bord-Nr. 6-95) der Seestreitkräfte gedreht.
10.01.1869 Das Marine-Ministeruim ordnet an, dass an Bord der Kriegsschiffe zweimal wöchtentlich frisches Brot gebacken wird.
10.01.1959 

Indienststellung der Fregatte HIPPER (ehem. brit. ACTAEON) für die Bundesmarine.

10.01.1959 

Beginn der ersten Auslandsreise eines Verbandes der Bundesmarine in das Mittelmeer.

14.01.1969  Das Unterseeboot U 12 wird als letzte Einheit der Klasse 205 für die Bundesmarine in Dienst gestellt.
14.01.1969

Auf dem amerikanischen Flugzeugträger ENTERPRISE kommt es zu einer schweren Explosions- und Brandkatastrophe. Das Unglück fordert 25 Tote und 17 Vermisste. Nach Mitteilung des Schiffs-kommandanten sind bei den Explosionen auch 15 Flugzeuge zerstört worden.

16.01.1919 Abkommen von Trier: Sämtliche deutschen Handelsschiffe müssen auf Anforderung den Alliierten zur Verfügung gestellt werden. Angeblich um die Lebensmittelversorgung sicherzustellen. Tatsächlich werden die Schiffe abgeliefert und unter den Alliierten aufgeteilt.
19.01.1939

Der Schwere Kreuzer SEYDLITZ läuft bei Deschimag Bremen vom Stapel. Die 1942 begonnenen Umbauarbeiten zum Flugzeugträger wurden 1943 eingestellt. Der Rumpf wurde nach Königsberg geschleppt und dort im April 1945 gesprengt.

20.01.1949

Die Siegermächte erteilen der deutschen Schifffahrt die Genehmigung für Einzelreisen in das Mittelmeer.

22.01.1959 

Inkrafttreten der AO über die Bezeichnung der Seestraßen und Seewasserstraßen der DDR (GBl. Sonderdruck Nr. 288 vom 20.03.1959). Die Bezeichnung und das Auslegen der Tonnen usw. obliegt dem SHD der DDR.

27.01.1989 

Im Seegebiet O-lich des Fehmarnbelts kommt es gegen 17.45 Uhr zu einer Kollision zwischen einem HMAW-Schiff der VM der DDR (NEURUPPIN, Bord-Nr. 345) und dem U-Boot U 19 der Bundesmarine der BRD. Es treten keine Personenschäden ein. Die Schiffe können mit leichten Beschädigungen ihre Fahrt fortsetzen.

 

 
 
Februar
 
01.02.1959 Aufstellung des 2. Geleitgeschwaders der Bundesmarine in Cuxhaven.
02.02.1899

Die Deutsche Atlantische Telegraphen-Gesellschaft wird gegründet.

05.02.1979

Kinder werden, auf einer Eisscholle spielend, auf die offene See vor Kühlungsborn getrieben. Stabsfähnrich Dieter Becker und zwei Maate der Technischen Stelle (alle Kampfschwimmerkommando der Volksmarine) kommen mit einem motorgetriebenen Schlauchboot der Freiwilligen Feuerwehr Kühlungsborn zu Hilfe.

07.02.1949

Beschluss der Deutschen Wirtschaftskommission (SBZ), mit dem Aufbau einer volkseigenen Fischwirtschaft zu beginnen.

09.02.1919

Bei den Stettiner Oderwerken läuft der 999er BRT große Dampfer E. RUSS vom Stapel. Es ist der einzige Neubau dieses Jahres, der nicht an die Alliierten abgeliefert zu werden braucht.

12.02.1809

Der englische Naturforscher Charles Darwin wird geboren. Unter an-derem beschäftigte er sich mit der Geologie der Koralleninseln, erforschte Neuseeland und befaßte sich in einer Abhandlung mit dem Bau und der Verbreitung von Korallenriffen.

17.02.1919

Vizeadmiral Rogge wird Chef des Reichsmarineamtes.
18.02.1799

Der russische Admiral Uschakow - der Suworow des Meeres - erobert die als uneinnehmbar geltende Seefestung Korfu und widerlegt damit die These, dass eine Flotte einen Stützpunkt zwar blockieren, aber nicht angreifen kann.

18.02.1869

In Hamburg wird der Deutsche Nautische Verein gegründet.

19.02.1919 Erste Vorlage des Flaggengesetzes in der Nationalversammlung. Danach soll die National- und Handelsflagge Schwarz-Rot-Gold sein. Es gibt heftige Proteste auch von Seiten der Reederschaft.
20.02.1959

Die Schnellen Minensuchboote CAPELLA, MARS, JUPITER, POLLUX, SIRIUS und SPICA der Bundesmarine werden als erste Einheiten der übernommenen ehemaligen Räumboote der Kriegsmarine außer Dienst gestellt.

21.02.1919 Die Telegraphenverwaltung nimmt die Küstenfunkstelle Cuxhaven nach dem Weltkrieg wieder in Betrieb und kündigt einen Umzug in das Telegraphenamt an der Alten Liebe an. 
21.02.1959 Indienststellung der Fregatte GRAF SPEE (ex brit. FLAMINGO) für die Bundesmarine.
24.02.1899

Der Hapag-Dampfer BULGARIA läuft überraschend in den Hafen von Ponto Delgada auf den Azoren ein, Er hatte auf offener See einen Orkan abgewettert und war von der Weltöffentlichkeit bereits aufgegeben.

27.02.1919 Zwischen dem Reich und den Reedereien wird ein „Überteuerungsabkommen“ abgeschlossen.
 
 

Und sonst?

 

  • 1569 … gab Mercator (Gerhard Kremer) seine Weltkarte mit dem erstmalig angewandten winkeltreuen Zylinderentwurf heraus, der als Mercator-Entwurf noch heute der Herstellung von Seekarten dient.
  • 1729 ... starb im Februar der niederländische Seefahrer und Südsee-Entdecker Jakob Roggeveen (geb. 1669). Auf der Suche nach dem sagenhaften Südland hatte er 1721 bis 1723 die Erde umsegelt und am Ostersonntag 1722 die Osterinsel entdeckt. Auf der Weiterfahrt entdeckte er noch die Inseln Tutuila und Upola der Samoagruppe. Im Dezember 1722 traf er in Djakarta ein, von wo aus er mit seiner durch Skorbut geschwächten Besatzung nach Holland zurückgebracht wurde. Roggeveens Reise hatte zwar kaum ökonomischen Nutzen gebracht, aber zur Erforschung des Weltmeeres und seiner Küsten einen wichtigen Beitrag geleistet. Mit Ihr endeten die niederländischen Unternehmen zur Suche nach dem legendären Süd-Erdteil.
  • 1819 ... überquerte mit der in Amerika gebauten SAVANNAH erstmalig ein Überseedampfschiff den Ozean. Die SAVANNAH war allerdings nur ein als Vollschiff getakeltes Segelschiff von 320 Tonnen, das mit einer Hilfsdampfmaschine von 30 PS und mit zwei Schaufelrädern von 4,9 m Durchmesser ausgerüstet war. Die Überfahrt der SAVANNAH als erstes Dampf-Segelschiff dauerte 25 Tage. Damit hatte sie die damals durchschnittliche Fahrzeit um etwa 10 Tage unterboten.

  • 1879   ... wurden zum ersten Male in Deutschland die Gezeitentafeln herausgegeben Die ersten Gezeitentafeln überhaupt waren 1833 für vier englische Häfen erschienen, die nur Angaben zum Hochwasser enthielten. Seit 1897 werden auch die Niedrigwasser tabelliert - in Deutschland jedoch erst seit 1916.