Marinemuseum Dänholm

Herzlich willkommen!


.Maritimes Kalenderblatt

 

An dieser Stelle finden Sie ausgewählte Daten und Ereignisse zur Marinegeschichte Mecklenburg-Vorpommers sowie der nationalen und internationalen Seefahrt. Die Daten werden zweimonatlich aktualisiert und erheben  keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie werden geprüft, eine Garantie für die Richtigkeit kann aber nicht übernommen werden.

 

Rückinformationen zu den Kalenderblättern bezüglich Interesse, aber auch Wünsche zu den Themen und Hinweise nehmen wir gern entgegen.

 

Zusammengestellt von: Hans-Peter Küßner und Klaus-Peter Bittner.

 

 

Januar

 
01.01.1901 Die Bark MEDORA (andere Quelle: MEDARO) läuft bei der Rathel-Bank auf Grund. Der Seenotfall gilt als die erste CQD-Alarmierung. Der mit einer drahtlosen Anlage ausgerüstete Postdampfer PRINCESS CLEMENTINE kann über Funk Schlepper-Hilfe herbeiholen. 
01.01.1921 In der Marine erhalten die Sanitätsoffiziere volle Offiziersrechte. Sie bilden nun kein eigenes Korps mehr.
02.01.1961 Einrichtung des U-Boot- und Taucherpsychologischen Instituts der Bundesmarine in Kiel.
03.01.1951 N.M.f.S. Ausgabe 2 des SHD der DDR, Mitteilung Nr. 113/51: Erste eigene Seekarte des SHD der DDR wird veröffentlicht als: Karte DDR Nr. 1 Übersichtskarte 1:1.500.000. 
04.01.1971 Die Offiziersschule der Volksmarine „Karl Liebknecht“ in Stralsund erhält den Status einer militärischen Hochschule (gleichgestellt den Ingenieurhochschulen der DDR) und führt die Bezeichnung „Offiziershochschule“ der Volksmarine. Es wird zur Hochschul-ausbildung übergegangen, damit Abschluss des Studiums als Hochschulingenieur.
05.01.1951 Gemäß Befehl Nr. 1/51 des Leiters der Hauptverwaltung Seepolizei Beginn/Aufnahme des Lehr- und Ausbildungsbetriebes an der Seepolizeischule Parow und damit Eröffnung des 1. Lehrjahres für alle Laufbahnen.  Die Ausbildung erfolgt als Offizier, Bootsführer, Steuermann, Matrose (Seemann) und Maschinist.
08.01.1701 König Friedrich I. stiftet die preußische Kriegsflagge.
10.01.1911 Stapellauf von S.M.S. Friedrich der Große. Das Schiff ist später in der Seeschlacht vor dem Skagerrak Flottenflaggsschiff. 
14.01.1911 Der norwegische Polarforscher Roald Amundsen landet mit der FRAM in der Walbucht der antarktischen Ross-Barriere, von wo aus er zur ersten erfolgreichen Bezwingung des Südpols aufbrach.
14.01.1991 Gründung „Förderverein Marinemuseum Dänholm“ im Kulturhistorischen Museum der Stadt Stralsund. Erster Vorsitzender: Kptn. zur See a. D. Dr. Horst Auerbach.

 

16.01.1961

Auf Beschluss des Ministerrates der DDR und auf Befehl Nr. 59/60 des Ministers für Nationale Verteidigung der DDR sowie der Anordnung Nr. 72/60 des Chefs der Volksmarine vom 29.12.1960 erfolgt die Namensgebung der ersten Gruppe von Schiffen und Booten der Volksmarine.
18.01.1871

Mit der Proklamation des Deutschen Reiches wird die Norddeutsche Bundesmarine zur Kaiserlichen Marine.

18.01.1901 Aus Anlass der 225. Wiederkehr des Todestages von Admiarl de Ruyter verleiht Kaiser Wilhelm II. der Marine den Holländischen Ehremnarsch als Ehrenmarsch.
24.01.1921 Der Seebäderdampfer THOR eröffnet einen Dienst von Danzig über Pillau nach Memel und ab dem 01.06.1921 bis Libau.
28.01.1951

In Stralsund wird unter Leitung des WSA die erste Tauchertagung durchgeführt. Im Vordergrund der Tagung steht die Bildung einer Taucherkommission. Die Leitung dieser Kommission übernimmt Tauchermeister Hans Schumann; Mitglieder sind die Taucher Herbert Funke, Willi Lorenz, Siegfried Bergandt und Werner Seeger. Ihre erste Aufgabe besteht in der Erarbeitung einer neuen Taucherrichtlinie.

 

 
 
Februar
 
01.02.1851

Der BRANDTAUCHER, das erste deutsche Tauchboot, versinkt nach zwei gelungenen Probefahrten. Wilhelm Bauer, der Konstrukteur, kann sich nach mehrstündiger Gefangenschaft aus dem auf Grund liegenden Tauchboot mit seinen beiden Gefährten Thomsen und Witt retten.

08.02.1921

Auf der Werft Bremer Vulkan kommt es bei der Taufe des Dampfers HINDENBURG für die Stinnes-Reederei zu lautstarken Protesten unter der Belegschaft. Sie richten sich sowohl gegen den Besteller als auch gegen den Namen des Schiffes, Ähnliches passiert wenig später heim Stapellauf der TIRPITZ bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft.

08.02.1951

Der Chef des Lotsenwesens rügt in einem Schreiben an das WSHA, dass die Hoheitsgrenzen an der Küste der DDR immer noch nicht festgelegt sind. Diese Festlegungen wären wichtig für die Schiffsbesetzungsordnung und für die Ausstellung der Seefahrtsbücher. Die Antwort des WSHA lautet: „Die Seegrenzen der DDR wurden mit dem Flaggengesetz festgelegt. Nach § 1 des Gesetzes vom 22.6.1899 ist als Seegrenze anzusehen: Wismar = Jackelsbergs Riff, Hannibal-Grund, Schweinskötel und Lieps sowie außerhalb Tarnewitz. Warnemünde = Bei Warnemünde galten früher die Molenköpfe als Seegrenze, während man ab 1933 mit Einführung der SWO (Seewasserstraßenordnung) die Linie in 1 sm Abstand vor den Molenköpfen, parallel zur Küste als Seegrenze annehmen muß. Für Stralsund liegt die Seegrenze ebenfalls fest.

09.02.2001 Das US-amerikanische Atom-U-Boot GREENVILLE der Los-Angeles-Klasse kollidiert während eines simulierten Notauftauchmanövers vor Hawaii mit dem japanischen Fischereischulschiff EHIME MARU. Das japanische Schiff sank innerhalb von zehn Minuten. Neun Japaner starben, darunter vier Schüler. Das Wrack wurde aus 610 m Tiefe geborgen und in flaches Gewässer geschleppt. Dort wurden acht Leichen im Schiff gefunden. Später wurde das Wrack in 2.600 Meter tiefem Wasser versenkt.
14.02.1991 Außerdienststellung des Tenders SAAR.
15.02.1971 Beginn der ersten Übung der Ständigen Einsatzgruppe Flotte (SEF – Bundesmarine).
20.02.1681 Benjamin Raule wird vom Großen Kurfürst zum Generaldirektor der Marine ernannt.
21.02.1961 Vor dem Überseehafen Rostock sinkt die Schleppbarkasse FLAMINGO. Eine Frau ertrinkt dabei. Das Hebeschiff 1. MAI hebt die Barkasse, um sie anschließend der Verschrottung zuzuführen.
22.02.1901 Der amerikanische Passagierdampfer CITY OF RIO DE JANEIRO geriet in der Bucht von San Francisco in dichten Nebel und streifte einen Unterwasserfelsen, der den gesamten Rumpf des Schiffes aufriss. Er sank innerhalb weniger Minuten. 138 der 220 Menschen an Bord kamen ums Leben. Der Untergang der CITY OF RIO DE JANEIRO gilt als das bis heute schwerste Schiffsunglück im San Francisco Bay Area und das Wrack hat den Status eines amerikanischen Kulturdenkmals.
23.02.1921

Ratifizierung des Reedereiabfindungsgesetzes. Es wird die alleinige Grundlage für die aus dem Krieg und seinen Folgen herrührenden Entschädigungsansprüche der Reedereien an das Deutsche Reich.

25.02.1941

Indienststellung des Schlachtschiffes TIRPITZ (52.600 t) in Wilhelmshaven.

25.02.1991 Die Außen- und Verteidigungsminister der Länder des Warschauer Vertrages beschließen die Auflösung des Bündnisses. Die Auflösungsurkunde wird am 01.07.1991 unterzeichnet. 
26.02.1981 Außerdienststellung des Zerstörers Z 4 der Bundesmarine.
 
 

Und sonst?

 

  • 1571 …untersuchten zwei von Kaiser Maxililian II. eingesetzte Kommissionen Möglichkeiten der Küstenverteidigung gegen Seeräuber und die Aufstellung einer Flotte von 20 Schiffen in Nord- und Ostsee unter Führung eines "Obersten Admirals"
  • 1741 ...erkannte O. P. Hjorter den störenden Einfluss des Nordlichtes auf die Magnetnadel.
  • 1841...stellte die englische Marine ihr erstes schraubengetriebenes Kriegsschiff Rattler in Dienst.
  • 1891 …wurde das erste nachweisbar funktionsfähige, mit Dampf betriebene, Tragflügelboot von Graf de Lambert auf der Seine vorgeführt.