Marinemuseum Dänholm

Herzlich willkommen!


Maritimes Kalenderblatt

 

An dieser Stelle finden Sie ausgewählte Daten und Ereignisse zur Marinegeschichte Mecklenburg-Vorpommers sowie der nationalen und internationalen Seefahrt. Die Daten werden zweimonatlich aktualisiert und erheben  keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie werden geprüft, eine Garantie für die Richtigkeit kann aber nicht übernommen werden.

 

Rückinformationen zu den Kalenderblättern bezüglich Interesse, aber auch Wünsche zu den Themen und Hinweise nehmen wir gern entgegen.

 

Zusammengestellt von: Hans-Peter Küßner und Klaus-Peter Bittner.

 

Mai

 
01.05.18

Veröffentlichung einer Denkschrift über die Errichtung einer Kriegs-marine für den ganzen deutschen Staatenverband.

01.05.1918  Die deutschen Fischdampferreedereien schließen sich im „Wirtschaftsverband der Deutschen Hochseefischerei“, Bremen, zusammen.
04.05.1968 

Das neue schwedische Fährschiff DROTTNINGEN läuft, festlich über die Toppen geflaggt, erstmals, von Trelleborg kommend, den Saßnitzer Fährhafen an. Das Schiff ist 115,7 m lang und 18 m breit. Die an Bord befindlichen Gleise sind 255 m lang und bieten etwa 23 Güterwagen Platz. In der Welt erstmalig ist ein bewegliches Plattformsystem, das je nach der Höhe der Fahrzeuge eingestellt werden kann. Dadurch ist es möglich, 17 LKWs mit Anhänger und etwa 50 PKWs oder insgesamt 180 PKWs zu transportieren. Die DROTTNINGEN kann 1.400 Passagiere aufnehmen..

04.05.1968 

Zu einem offiziellen Besuch trifft ein Flottenverband der Polnischen Seekriegsflotte unter Leitung von Vizeadmiral Studzinski, Chef der Seekriegsflotte der VR Polen, in Rostock ein. Zum Verband gehören der Zerstörer WICHER als Flaggschiff sowie zwei MLR-Schiffe und zwei U-Boote. Vizeadmiral Studzinski und weitere hohe Offiziere der PSKF werden aus Anlaß dieses Besuches vom Minister für Nationale Verteidigung der DDR, Armeegeneral Heinz Hoffmann, mit der „Medaille für Waffenbrüderschaft" ausgezeichnet.

09.05.1688 Der brandenburgische Kurfürst Friedrich Wilhelm, genannt „der große Kurfürst“, verstirbt. Unter seiner Herrschaft waren die Anfänge der brandenburgisch-preußischen Marine entstanden. Sein Versuch, durch Überseehandel und Erwerb von Kolonien reiche Gewinne zu erzielen, schlägt jedoch nach Anfangserfolgen fehl.
10.05.1948 

Mit dem Amtsblatt Nr. 31/1948 der Hauptverwaltung für das Post- und Fernmeldewesen des Vereinigten Wirtschaftsgebietes wird der Funktelegraphendienst zwischen deutschen Schiffen und Orten Deutschlands und etwas später (am 18. Mai 1948) zwischen ausländischen Schiffen und Orten im Vereinigten Wirtschaftsgebiet zugelassen. 

11.05.1918 

Im Mittelmeer, südlich der Insel Pantelleria, versenkt das deutsche U-Boot SM UC 54 den als Truppentransporter genutzten französischen Hilfskreuzer SANTA ANNA (9.350 BRT) durch zwei Torpedotreffer. Mit dem schnell sinkenden Schiff gehen 638 Seeleute und Soldaten, zumeist französische Kolonialtruppen, unter.

14.05.1968  Die Seefahrtschule Bremen wird „Seefahrtakademie“.
16.05.1978 

Die Beschaffung der Flugkörperschnellboote Klasse 143A für die Bundesmarine wird eingeleitet.

14.05.1918 

Norddeich Radio nimmt den Seefunkdienst auf Kurzwelle wieder auf.

21.05.1968 

Das amerikanische kernkraftgetriebene U-Boot SCORPION (SKIPJACK-Klasse) geht im Nordatlantik verloren. Das Boot hatte 99 Mann an Bord. Ursachen der Katastrophe können nicht ermittelt werden. Die SCORPION hatte zuvor im Mittelmeer an Manövern der 6. USA-Flotte teilgenommen. (andere Quellen 22.05.1968)

23.05.1848  Preußen beginnt mit dem Bau von zunächst 18 Kanonenschaluppen mit Ruder- und Segelantrieb
23.05.1928 

Der Kleine Kreuzer KÖLN läuft vom Stapel. Als verbesserter EMDEN-Typ übertraf dieses Schiff die 6.000-t-Kreuzer der anderen Staaten in Geschwindigkeit (32 kn) und Bewaffnung.

24.05.1868  Von Bergen in Norwegen läuft die GRÖNLAND unter Kapitän Carl Koldewey zur ersten deutschen Nordpolarexpedition aus.
27.05.1968

Indienststellung der Versorger FREIBURG und OFFENBURG in der Bundesmarine.

29.05.1958

Die Belegschaft des VEB (K) „Steckenpferd“, Seifen und Kosmetikwerk in Radebeul, verpflichtet sich 100.000 Dollar aus zusätzlichen Exporterlösen als Grundstock für den Ankauf eines weiteren 10.000-Tonnen-Frachters für die DDR-Handelsflotte bereitzustellen.

31.05.1968 Als erstes Vollcontainerschiff läuft die AMERICAN LANCER von den United States Lines mit 1.200 Containern (zu je 20 Fuß) den Hamburger Hafen an und wird dort als erstes Containerschiff abgefertigt.

 

 
 
Juni
 
01.06.1958

Aufstellung des 2. Schnellbootgeschwaders der Bundesmarine in Wilhelmshaven.

02.06.1908 In Berlin eröffnet der deutsche Kaiser die Deutsche Schiffbau Ausstellung, welche einen repräsentativen Querschnitt der deutschen Schiffbauindustrie zeigt. Ein großer Teil der Ausstellung ist der Elektrotechnik gewidmet. Lorenz und Telefunken zeigen ihre neuen Funk-Telefon-Anlagen für Schiffe mit dem Lichtbogen-Sender. Neu ist auch der Drehplattenkondensator von Lorenz. Dazu kommt ein Lichtbogensender von Poulsen und ein neues Variometer. Auch der Drei-Wellen-Schaltapparat mit einer Empfangsantenne ist neu bei Lorenz. 
03.06.1908 Aviso Grille begeht seinen 50. Geburtstag. Es ist damit zu diesem Zeitpunkt das älteste Schiff der Marine.
05.06.1958

Zur schnelleren Entwicklung der DDR-Handelsflotte beschließt der Ministerrat der DDR den Ankauf geeigneter und preiswerter Gebrauchttonnage. Es beginnt zunächst mit Übernahmen von holländischen, belgischen und schwedischen Reedereien.

05.06.1968

Die Volksmarine führt erstmals ein Raketenschießen auf kleine bewegliche Ziele durch (bis 09.06.).

14.06.1998 Erstmals wird der „Tag der Marine“ zum Andenken an die Gründung der ersten deutschen Flotte durch das Parlament der Frankfurter Paulskirche am 14.6.1848 gefeiert.
14.06.1958

Das Schulschiff der Seestreitkräfte der NVA ERNST THÄLMANN führt die erste Navigationsbelehrungsfahrt (Ausbildungsfahrt) mit Offiziersschülern der Seeoffiziersschule nach Riga durch. Es hat zwei Aufgaben zu erfüllen: 1. Überführung der Segelboote des ASK Rostock zur Rigaer Segelwoche und 2. Navigationsbelehrungsfahrt für die Offiziersschüler. Die Fahrt (der Kurs) führt an Świnoujście vorbei, durch die Gdańsker Bucht, entlang der NW-Küste der UdSSR (Baltische Republiken) nach Riga, wo der Kriegshafen Daugavgriva angelaufen wird (bis 18.06.58).

15.06.1948 Gründung der Volkswerft Stralsund. Hauptwerft für den Fischereifahrzeugbau. Grundlage ist der Befehl Nr. 103 des Chefs der Verwaltung der SMAD. Den Grundstock bildet die „Ingenieurbaugesellschaft GmbH“.
15.06.1978  

Rügen Radio führt den einseitigen Dienst auf Kurzwelle ein.

 

Mit der Indienststellung des Hafenreinigungsbootes OLM nimmt der VEB BBB eine neue Dienstleistungsart auf. Diesem Boot folgt die UNKE. Beide Boote sind in der Lage, an schwer zugängigen Stellen in den Hafenbecken zu arbeiten. Sie nehmen alles auf, was auf dem Wasser schwimmt (auch Öllachen).

16.06.1878 

… wurden mit Gesetz vom 16. Juni erstmals in Deutschland „Vorschriften für den Erwerb der Gewerbebefugnis und von Prüfungen für Seemaschinisten“ eingeführt. Bis dahin bedienten „Landmaschinisten“ die Maschinen an Bord.

19.06.1968   Indienststellung des aus Schweden angekauften Tankers MT WOLFEN (ex TARIM). Es ist mit 45.080 tdw die bisher größte Schiffseinheit des VEB DSR.
20.06.1948  

Auf der Grundlage des Befehls Nr. 103 der SMAD vom 07.06.1948 erfolgt die Gründung der Peene-Werft in Wolgast auf dem Gelände des früheren, demontierten Bikormik-Kombinats am Peenestrom.

22.06.1988  

Das Segelschulschiff der Bundesmarine GORCH FOCK kehrt nach elfmonatiger Weltumsegelung nach Kiel zurück.

24.06.1868  

Hamburg und Preußen schließen einen Staatsvertrag über die Regulierung des Elbstroms und seiner Seitenarme.

29.06.1968  

Blohm+Voss, Hamburg, liefert mit dem MS JAG DEV (13.326 BRT) das erste Schiff des von ihr entwickelten PIONEER-Typs ab. Der Schiffskörper besteht ausschließlich aus

ebenen, viereckigen, teilweise kongruenten Flächen.
27.06.1918  

16 Seemeilen SW-lich der S-Küste Irlands versenkt das deutsche U-Boot  SM U 86 das britische Lazarettschiff HMHS LLANDOVERY CASTLE (11.423 BRT), obwohl das Schiff hell erleuchtet und eindeutig als Hospitalschiff zu erkennen ist, durch einen Torpedotreffer. Nach dem Untergang des Schiffes rammt das U-Boot mehrere Rettungsboote und versenkt auch diese, um mögliche Zeugen zu beseitigen. Insgesamt kommen bei diesem Kriegsverbrechen 234 Menschen, darunter 14 Krankenschwestern, ums Leben. Nur 24 Personen in einem Rettungsboot, welches von dem U-Boot nicht gefunden wird, überleben und berichten später von dem Angriff. Der Kommandant des U-Bootes, Oberleutnant zur See Helmut Patzig,  wird später von einem deutschen Gericht für dieses Verbrechen angeklagt, flieht aber außer Landes.

30.06.1938   Die deutschen ENIGMA-Maschinen erhalten zwei zusätzliche Chiffrierwalzen. Mit jetzt fünf Walzen wird die Sicherheit der übermittelten Nachrichten wesentlich erhöht. 
 
 

Und sonst?

 

  • 1358 …zerschellte ein vollbesetztes Fährschiff an einem steinernen Pfeiler der mittleren Rheinbrücke in Basel.  Alle Passagiere ertranken.

 

  • 1498 ... umsegelte Vasco da Gama das Kap der Guten Hoffnung und gelangte mit seinen Schiffen am 30. Mai nach Calicut in Malabar. Erst im August 1499 kehrte er nach Lissabon zurück.

    

  • 1578 … verloren die Hansekaufleute in England endgültig ihre privilegierte Stellung, den Hansekaufleuten wurde in London der freie Handel verboten. In den Merchant Adventures, der Organisation der englischen Kaufleute, war der Hanse ein starker Konkurrent erwachsen.
  • 1928   … wollte Roald Amundsen zur Rettung der Besatzung des verunglückten Luftschiffes Italia eine neue Arktisfahrt unternehmen, ist aber auf dem Flug von Norwegen nach Spitzbergen verschollen.