Marinemuseum Dänholm

Herzlich willkommen!


.Maritimes Kalenderblatt

 

An dieser Stelle finden Sie ausgewählte Daten und Ereignisse zur Marinegeschichte Mecklenburg-Vorpommers sowie der nationalen und internationalen Seefahrt. Die Daten werden zweimonatlich aktualisiert und erheben  keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie werden geprüft, eine Garantie für die Richtigkeit kann aber nicht übernommen werden.

 

Rückinformationen zu den Kalenderblättern bezüglich Interesse, aber auch Wünsche zu den Themen und Hinweise nehmen wir gern entgegen.

 

Zusammengestellt von: Hans-Peter Küßner und Klaus-Peter Bittner.

 

September

 
01.09.1969

Bildung der Ingenieurhochschule für Seefahrt Warnemünde/Wustrow mit ihren insgesamt vier Sektionen: Schiffsführung, Schiffsbetriebstechnik, Schiffbautechnologie und Grundlagenausbildung. Sie löste die 1846 an der Navigationsschule Wustrow begonnene nautische Ausbildung ab und übernahm auch die seit 1948 an der Ingenieurschule für Schiffstechnik „Ernst Thälmann“ durchgeführte Ausbildung von technischen Offizieren und Schiffbauingenieuren in der neuen Qualität als Hochschulausbildung.

03.09.1939

Das englische Passagierschiff ATHENIA wird zwölf Stunden nach Ausbruch des Krieges zwischen Deutschland und England das erste Opfer durch U 30.

10.09.1759 

Während des Siebenjährigen Krieges vernichten die Schweden die preußische Haff-Flottille im Gefecht am Repziner Haken.

15.09.1919  Die Reedereien in Deutschland gründen die Reederei-Treuhand-Gesellschaft m.b.H. als gemeinnützige Einrichtung, um die Ansprüche der Reedereien gegenüber dem Staat durchzusetzen.
15.09.1959  In der UdSSR geht der erste kernkraftgetriebene Eisbrecher der Welt, die LENIN, auf Probefahrt.
16.09.1939 

Der erste britische Geleitzug im 2. Weltkrieg läuft von England nach Kanada aus.

22.09.1949  Um 03.00 Uhr geht Rügen Radio wieder in Betrieb und nimmt damit für Ostdeutschland den Seefunkverkehr auf. Rufzeichen: DKM, Erster Sender: Grenzwelle 60 W.
23.09.1969  In der DDR tritt die „Anordnung über das Internationale Signalbuch“ (ISB) 1965 in Kraft, das für Schiffe mit Telegraphiefunk mitzuführen ist.
24.09.1979 

Weltweite Funkverwaltungskonferenz (WARC) in Genf (FGMDSS).

25.09.1869 Der Bundesrat erlässt neue Vorschriften über den Nachweis der Befähigung als Seeschiffer und Steuermann.
27.09.1919 Norddeich wird Hauptfunkstelle.
27.09.1979 Stapellauf der ersten Fregatte der Klasse 122 BREMEN für die Bundesmarine.

 

 
 
Oktober
 
01.10.1949 Gründung der DSU (Deutsche Schiffahrts- und Umschlagzentrale). Die Schiffe bekommen zusätzlich zur bestehenden Reg.-Nr. - eine Zusatz-Kennung „DSU“, z. B. DSU 100. 
01.10.1969

Aufstellung der Marineküstendienstschule der Bundesmarine in Großenbrode und der Seemannschaftslehrgruppe in Borkum sowie Auflösung des Marinestützpunktkommandos Cuxhaven.

01.10.1999

Die Marinetechnikschule Parow (Stralsund) ist zur größten Schule der Deutschen Marine geworden.  

02.10.1919

Der Hamburger Dampfer LJUSNE ÄLV (1.051 BRT) passiert den Leuchtturm Roter Sand in der Wesermündung und ist seitdem verschollen. Vermutlich nach Minentreffer gesunken.

03.10.1979

Indienststellung des Gefechtsversorgers NORDPERD, Projekt-Nr. 109.01 (Bau-Nr. 344), Bord-Nr. E 35, später E 171, als erstes Schiff dieser Serie, für die Volksmarine. Gebaut auf der Peene-Werft Wolgast. Nach Überholung 1995 Verkauf nach Indonesien.

03.10.1989

Indienststellung der Fregatte (Klasse 122) AUGSBURG für die Bundesmarine.

04.10.1969 Anlässlich des 20. Jahrestags der DDR findet im Rostocker Stadthafen eine Flottenparade der VM mit militärischen Vorführungen statt.
07.10.1959 Die neue Handelsflagge der DDR mit dem Staatswappen der DDR (Hammer, Zirkel und Ährenkranz) in der oberen Ecke zum Liek wird erstmals gesetzt. Bisher fuhr man nur schwarz-rot-gold.
07.10.1989 Flottenparade (Stehende) in Rostock zum 40. Jahrestag der DDR. Es ist die letzte Flottenparade der Volksmarine der DDR.
10.10.1969 Das MS RUHRSTEIN (2.697 BRT) des NDL kollidiert vor der niederländischen Küste in dichtem Nebel mit dem griechischen Frachter MARTHA und wird so schwer beschädigt, dass es Anfang 1970 abgebrochen werden muss. Der einzige Schiffsverlust der Reederei nach dem Zweiten Weltkrieg.

12.10.1989

bis

16.10.1989

Erstmals besucht ein Verband der Bundesmarine mit dem Zerstörer ROMMEL, der Fregatte NIEDERSACHSEN und dem Versorger COBURG den russischen Hafen Leningrad.
14.10.1939 Kapitänleutnant Prien dringt mit einem U-Boot (U 47) in den Hafen von Scapa Flow ein und versenkt auf der Reede von Scapa Flow das britische Schlachtschiff ROYAL OAK (29.150 ts) durch zwei bzw. drei Torpedotreffer. Die ROYAL OAK riss insgesamt 833 Besatzungsangehörige, darunter auch den Befehlshaber des 2. Schlachtschiffgeschwaders, Konteradmiral Henry Blagrove, mit in die Tiefe. Etwa 400 Mann konnten gerettet werden. Die Versenkung des Schiffes im eigenen Heimatstützpunkt sorgte in der Folgezeit bei der Royal Navy für einige Verunsicherung hinsichtlich der Sicherheit der eigenen Stützpunkte.
16.10.1859 Der Klipper ROYAL CHARTER, der Passagiere und Fracht von Liverpool nach Australein brachte, geriet vor Anglesey in einen schweren Sturm. Das Schiff wurde gegen die Felsen geschleudert, brach auseinander und sank. Nur 39 Menschen überlebten, alles Männer. 449 Personen starben, darunter alle Frauen und Kinder an Bord. Der Untergang der ROYAL CHARTER ist bis heute das schwerste Schiffsunglück an der Küste von Wales.
22.10.1729

In Dirschau wird Johann Reinhold Forster geboren. Der Deutsche nahm an der zweiten Weltreise (1772 bis 1775) von James Cook teil, wobei er als erster Temperaturmessungen in größeren Wassertiefen durchführte. Weiterhin betrieb er Forschungen über Korallenriffe und erkannte erstmalig in Australien einen selbständigen Kontinent.

31.10.1949 Die Wasserstraßendirektion Schwerin wird aufgelöst. Das Wasserstraßenamt Rostock wird Wasserstraßenhauptamt (WSHA). Aufsichtsbehörde ist die GD Schiffahrt Berlin. Dem WSHA-Rostock werden unterstellt: das WSA Stralsund und das gesamte Lotsenwesen sowie die Gerätebewirtschaftung der Baggerei in Rostock und die Geräteleitstelle der Baggerei in Wismar.
 
 

Und sonst?

 

  • 1339 ...begann der Hundertjährige Krieg zwischen England und Frankreich. Da beide Seiten über keine Kriegsflotte verfügten, bewaffneten sie Handelsschiffe.
  • 1639 ...errang eine aus 3 Geschwadern bestehende holländische Flotte unter Admiral Maarten H. Tromp am 16.09. und 17.09. gegenüber einer dreifach überlegenen spanischen Flotte unter Admiral Antonio Oquendo den Sieg. Nur 12 spanischen Schiffen, stark mit Soldaten bemannt, gelang es, eigene Häfen zu erreichen.
  • 1879 …wurden zum ersten Male in Deutschland die Gezeitentafeln herausgegeben. Die ersten Gezeitentafeln überhaupt waren 1833 für vier englische Häfen erscheinen, die nur Angaben zum Hochwasser enthielten. Seit 1897 werden auch die Niedrigwasser tabelliert - in Deutschland jedoch erst seit 1916.
  • 1959  ...wurde Oktober erstmalig der Peenestrom bis nach Wolgast gebaggert. Die Bagger HIDDENSEE und Stralsund müssen nach den ersten Metern ihre Arbeit einstellen. In den Baggereimern werden Bomben und Granaten an die Oberfläche befördert. Taucher befördern große Mengen von Munition und Behälter mit Giftgas nach oben. Da die Taucher nicht garantieren können, alles gefunden zu haben, werden die Arbeiten unter verschärften Vorsichtsmaßnahmen weitergeführt. Der Munitionsbergungsbetrieb Schwerin ist bei den Baggerarbeiten Tag und Nacht im Einsatz.
  • 1994 ...im Oktober verlegten der Stab der Schnellbootflottille von Flensburg, sowie des 2. und
    7. Schnellbootgschwaders im November bzw. Dezember von Olpenitz und Kiel nach
    Warnemünde.