Marinemuseum Dänholm

Herzlich willkommen!


.Maritimes Kalenderblatt

 

An dieser Stelle finden Sie ausgewählte Daten und Ereignisse zur Marinegeschichte Mecklenburg-Vorpommers sowie der nationalen und internationalen Seefahrt. Die Daten werden zweimonatlich aktualisiert und erheben  keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie werden geprüft, eine Garantie für die Richtigkeit kann aber nicht übernommen werden.

 

Rückinformationen zu den Kalenderblättern bezüglich Interesse, aber auch Wünsche zu den Themen und Hinweise nehmen wir gern entgegen.

 

Zusammengestellt von: Hans-Peter Küßner und Klaus-Peter Bittner.

 

März

 
01.03.1990 Eingliederung des Motorisierten Schützen-Regiments 28 (Rostock) als Küstenverteidigungsregiment 18 in die Volksmarine.
04.03.1970

Etwa 40 Seemeilen S-lich des Riviera-Badeortes St. Tropez geht das französische U-Boot EURYDICE verloren, Um 7.51 Uhr registriert das geophysikalische Laboratorium Toulon eine heftige Unter-wasserexplosion. Später werden an der Unglücksstelle Wrackteile aufgefischt und große Öllachen gesichtet. Es wird angenommen, daß das Boot in 600 Meter Tiefe explodiert ist. Von den 57 Besatzungs-mitgliedern hat niemand die Katastrophe überlebt.

16.03.1850 Das preußische Kriegsministerium bestellt in England zwei Avisos mit Seitenradantrieb.
17.03.1960

Umbenennung der Schiffssicherungsschule der Bundesmarine in Schiffssicherungslehrgruppe, später in Lehrgruppe Schiffssicherung.

19.03.1990

Indienststellung der achten und letzten Fregatte Klasse 122, der LÜBECK, für die Bundesmarine.

20.03.1970

Für die Technische Flotte wird im Warnemünder Ortsteil Hohe Düne ein neues Gebäude errichtet. Projektiert und geplant war dieses Gebäude für den VEB LBB. Es soll eine Lotsenstation und die Verwaltung des Betriebes aufnehmen. Der Übergabetermin kann von den Baubetrieben nicht eingehalten werden. Als neuer Termin zur Übergabe wird der 31.03.1970 bestimmt.

23.03.1970 Bei der Howaldtswerke-Deutsche Werft in Hamburg wird das erste Containerschiff der Hamburg Süd auf Kiel gelegt, die spätere COLUMBUS NEW ZEALAND (1.187 TEU).
24.03.1990 

Ein Trupp von vier Tauchern der BBB arbeitet zusammen mit Kollegen der Firma Harms-Bergung Hamburg an der Bergung eines Kaikranes, der bei Sturm im Hafen von Brunsbüttel ins Wasser gestürzt ist.

25.03.1970 Als bisher größtes Schiff der Rostocker Neptun-Weft läuft das erste 11.000-tdw-Teilcontainerschiff einer neuen Serie vom Typ NEPTUN vom Stapel.
26.03.1960  Stapellauf des ersten nach dem Zweiten Weltkrieg auf einer deutschen Werft für die Bundesmarine gebauten Zerstörers, der HAMBURG.
27.03.1980  Im Ölfördergebiet Ekofisk kentert die Ölbohr- und Wohnplattform ALEXANDER L. KIELLAND nach dem Bruch einer Strebe und Überlastung anderer Streben in Folge. Der diensthabende Funker setzt die Mayday-Meldung aus der Plattform ab und sendet danach aus dem Rettungsboot Nr. 5 weiter. Durch EPIRB-Signale kann das Boot und andere Überlebende gefunden werden. Nur einer der Überlebenden hat den Rettungsanzug korrekt angezogen. 89 Personen werden gerettet, 123 finden den Tod. 
29.03.1990 

Außerdienststellung des Zerstörers HESSEN der Bundesmarine.

31.03.1920  Heimkehr der Besatzungen der in Scapa Flow selbst versenkten Schiffe.

 

 
 
April
 
01.04.1870 Gründung der Reederei und Schiffsmaklerei W. Kunstmann in Swinemünde.
01.04.1950 Im Gebäude der Sowjetischen Kontrollkommission (SKK) in Deutschland in Berlin - Karlshorst findet eine Unterredung zwischen Kapitän 1. Ranges (Kptn. z. See) Jurin (Ltr. Kriegsmarineabteilung SMAD), Kapitän 2. Ranges Lukatschewitsch, Kapitän Borodin sowie Kptn.-Ltn. Fjedorowskij und dem VP-Inspekteur Felix Scheffler sowie dem VP-Kommandeur Friedrich Elchlepp (beide künftige HVS) über den Stand der Vorbereitungsmaßnahmen zum bzw. Einweisung in den Aufbau künftiger Seestreitkräfte der DDR statt. U.a. wird festgelegt, daß 20 KS-Boote Typ SEEKUTTER gebaut werden sollen, Strukturpläne für den Stab der Marine, die Marineschule, die KS-Boote, die Minensuchboote sowie die Aufschlüsselung der Fächer und Stunden für den Unterrichtsbetrieb in Parow sehr bald kommen werden. Nahaufgaben: Schaffung des zentralen Stabes, Organisierung der Versorgung, Bestimmen eines Gebäudes für das Zentrale Marinelager, Erarbeitung von Dienstvorschriften.
01.04.1960 Aufstellung des 3. Zerstörergeschwaders der Bundesmarine in Flensburg.
06.04.1910 Wilhelmshaven wird Liegeplatz des ersten Geschwaders der Kaiserlichen Marine.
06.04.1950

Die Lotsen in Warnemünde schließen ihre Behelfsstation auf der Mittelmole und beziehen wieder ihre Lotsenstation am Alten Strom 125. In Wismar wird zu diesem Zeitpunkt unter Lotsenkapitän Sophus Weiss und seinem Timmendorfer Oberlotsen Friedrich Wilhelm Stoffers die durchgehende Tag- und Nachtlotsung eingeführt

07.04.1990

Auf der dänischen Fähre SCANDINAVIAN STAR mit rund 500 Menschen an Bord brach im Skagerrak auf der Fahrt von Oslo nach Frederikshavn wegen Brandstiftung ein Feuer aus.

12.04.1960  Übernahme und Indienststellung des US-Zerstörers CHARLES AUSBURNE als Z 6 für die Bundesmarine.
13.04.1940

Beginn des Großangriffs englischer Schlachtschiffe, Kreuzer und Zerstörer auf Narvik. Die im Hafen von Narvik liegenden 10 deutschen Zerstörer werden vernichtet. Damit wird der Kriegsmarine ein schwerer Verlust zugefügt.

17.04.1610

Der Engländer Heny Hudson beginnt seine vierte und letzte Reise, die ihn zunächst an die S-Spitze Grönlands und von dort zur Labrador-Küste führt. Er durchfährt eine enge Wasserstraße, die heutige Hudsonstraße, und kommt seinem Ziel, der Auffindung der Nordwestpassage, sehr nahe. Härteste Witterungsbedingungen zwingen ihn jedoch zur Rückfahrt, auf der er ums Leben kommt.

18.04.1945

Britische Flugzeuge werfen 4.994 Tonnen Bomben auf Helgoland. Bei den beiden Bombenangriffen sterben 285 Menschen, vor allem Soldaten, Flak- und Marinehelfer. Einen Tag danach wird die Insel evakuiert.

18.04.1950 Aus den Betrieben „Schiffsbergung, Reparatur und Schiffbauwerk“ Stralsund (SRS) und dem „Regiebetrieb Schiffsbergung und Taucherei“ Stralsund (RST) wird durch Zusammenlegung der neue „Wirtschaftsbetrieb Schiffsbergung und Taucherei“ Stralsund (WST) gebildet.
25.04.1850 In Stettin wird zur Heranbildung des Unteroffiziersnachwuchses der Marine das preußische Schiffsjungen-Institut gegründet.

26.04.1960

Die DDR tritt dem Internationalen Schiffssicherheitsvertrag (London 1948) bei und hinterlegt die Ratifikationsurkunde.
27.04.1960

Die Küstenmotorschiffe ALGENIB und SCHEDIR (Typ 840) unter Führung der Kapitäne Bresemann und Münch verlassen den Heimathafen Rostock zur Überführung nach Vietnam und treffen am 8. Juli 1960 in Haiphong ein. Nach einer Einweisung der vietnamesischen Besatzung und der erfolgreichen Probefahrt am 14. Juli, werden die beiden Schiffe am 15. Juli mit einem Flaggenwechsel und den beiden neuen Namen THONHUIT und DON-LAP an die vietnamesische Staatsreederei übergeben.

29.04.1980

Ein deutscher Verband (Bundesmarine) läuft erstmals zu einer Auslandsausbildungsreise in den Indischen Ozean aus (Zerstörer BAYERN und LÜTJENS, Versorger COBURG und SPESSART).

 
 

Und sonst?

 

  • 1270 ...nahmen friesische Schiffe am 7. Kreuzzug teil.
  • 1780 ...wurde ab Mai ein gecharterter Handelssegler als preußisches staatliches Wachschiff für das ostfriesische Küstengebiet eingesetzt. Aufgabe: Überwachung der staatlichen Austernbänke, Beaufsichtigung der Schifffahrt, Verhütung von Strandraub.
  • 1940 begann am 09.04. das Unternehmen „Weserübung“, der Überfall auf Dänemark und Norwegen, an dem die deutsche Kriegsmarine unter ihrem Oberbefehlshaben Raeder maßgeblich beteiligt war. Der Überfall wurde mit allen verfügbaren Flotteneinheiten durchgeführt.