Marinemuseum Dänholm

Herzlich willkommen!


.Maritimes Kalenderblatt

 

An dieser Stelle finden Sie ausgewählte Daten und Ereignisse zur Marinegeschichte Mecklenburg-Vorpommers sowie der nationalen und internationalen Seefahrt. Die Daten werden zweimonatlich aktualisiert und erheben  keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie werden geprüft, eine Garantie für die Richtigkeit kann aber nicht übernommen werden.

 

Rückinformationen zu den Kalenderblättern bezüglich Interesse, aber auch Wünsche zu den Themen und Hinweise nehmen wir gern entgegen.

 

Zusammengestellt von: Hans-Peter Küßner und Klaus-Peter Bittner.

 

Mai

 
01.05.1870 Für alle deutschen Seefahrtschulen treten einheitliche Prüfungs-vorschriften in Kraft.
01.05.1950

Indienststellung der LUMME (ex. LOMMEL), Bord-Nr. 923, als erstes Fahrzeug für die Seepolizei auf der Staatswerft des WSA in Stralsund

02.05.1970 Indienststellung des dritten Lenkwaffenzerstörers ROMMEL für die Bundesmarine.
02.05.1990

Erste Kommandeurstagung der Nationalen Volksarmee unter Minister Eppelmann im Tagungs- und Ausbildungszentrum des Ministeriums für Abrüstung und Verteidigung in Strausberg.

08.05.1820

Nach fast 300 Jahren wird der von Oldenburg erhobene Elsflether Zoll für die Weserschifffahrt aufgehoben.

08.05.1960

Während der NATO-Übung NODAME besucht erstmals ein deutscher (Bundesmarine) Verband nach Ende des Zweiten Weltkrieges Norwegen.

08.05.1990 Im Rostocker Warnow-Hotel tagt die (4.) Hydrographische Ostseekommission (BSHC - Baltic Sea Hydrographic Commission) auf ihrer 4. turnusmäßigen Sitzung. Den Vorsitz führt Dr. Peter Ehlers, Präsident und Professor des Deutschen Hydrographischen Institutes Hamburg. Den Vorsitz der BSHC der nächsten Periode übernimmt Konteradmiral Herbert Bernig, Chef des SHD der DDR. Themen der BSHC-Konferenz u. a.: INT-Karten für die Ostsee, Navigations-warnungen, Wahl Konteradmiral Herbert Bernig (SHD der DDR) zum Vorsitzenden des Seekartenkomitees der BSHC.
09.05.1990 

In Stralsund werden die Segmente der Rügendammbrücke gewechselt.  Die Bagger-, Bugsier- und Bergungsreederei Rostock hat dazu von der Firma Harms-Bergung Hamburg zwei Schwimmkräne mit jeweils 400 t Hubkraft gechartert.

13.05.1660  Die auf 30 Schiffe angewachsene brandenburgische Flottille wird auf 6 Einheiten verringert.
15.05.1900 Der Funkverkehr zwischen Feuerschiff Borkumriff und Borkum Leuchtturm wird aufgenommen.
15.05.1960  Die Schiffsmeldedienst GmbH eröffnet ihre Küstenfunkstelle Cuxhaven Port Radio.
17.05.1970  Der norwegische Forscher Thor Heyerdahl und sieben weitere wagemutige Männer stechen von dem marokkanischen Hafen Safi aus mit dem Papyrusboot RA II in See. Am 12.07.1970 läuft die RA II in den auf der Antillen-Insel Barbados gelegenen Hafen Bridgetown ein. Mit diesem kühnen Unternehmen will Heyerdahl die Theorie bekräftigen, dass die alten Ägypter bereits vor Jahrtausenden nach Amerika gesegelt seien.
21.05.1960 

Das Küstenminensuchboot VOLKLINGEN wird als letzte Einheit der Klasse 320 für die Bundesmarine in Dienst gestellt.

24.05.1370  Friedensvertrag zu Stralsund zwischen der Hanse und Dänemark.
25.05.1980  Der Schiffssicherheitsvertrag SOLAS 74 tritt international in Kraft. 128 Nationen, welche 98 % der Welttonnage besitzen, haben das Vertragswerk ratifiziert. Nach der „Bekanntmachung über das Inkrafttreten des Internationalen Übereinkommens von 1974 zum Schutz des menschlichen Lebens auf See“ vom 30 April 1980 (Bundesgesetzblatt II S 717) tritt die Verordnung an diesem Tage auch für die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik in Kraft treten.

27.05.1980

bis

30.05.1980 

Konsultation des SHD der DDR bei der Hauptverwaltung für Navigation und Ozeanographie des Ministeriums für Verteidigung der UdSSR in Leningrad zu Fragen der Antarktisforschung, Organisation und Durchführung hydrographischer Arbeiten in Polargewässern.
29.05.1950  Übergabe von sechs Räumfahrzeugen (R-Boote) vom Typ R 218 der deutschen Kriegsmarine an die Verwaltung Seepolizei (Hauptabteilung z.b.V.) durch die Sowjetunion im Hafen von Parow. Die Übergabe durch die UdSSR erfolgt durch eine Kommission der Seekriegsflotte der UdSSR unter Vorsitz von Kapitän 1. Ranges M. F. Krochin, die Übernahme der Räumboote von der UdSSR erfolgt durch eine Regierungskommission der DDR unter der Leitung des Stellvertretenden Ministerpräsidenten Heinrich Rau. Mit der Übergabe der 6 R-Boote Aufstellung der Räumflottille in Parow bei Stralsund.
31.05.1990  Beginn der Elften Geschwaderfahrt (letztmalig Fahrzeuge der Volksmarine und letztmalig gemeinsames) eines gemeinsamen (Vereinten Geschwaders) Verbandes der Verbündeten sozialistischen Ostseeflotten. Der Verband, zu dem das KSS HALLE der Volksmarine der DDR (Flaggschiff des Verbandes), die sowjetischen UAW-Schiffe BODRY und SLAWNY der BF der UdSSR sowie der polnische Raketenzerstörer WARSZAWA, des weiteren auch Hilfsschiffe, darunter von der Volksmarine der DDR USEDOM (Tanker) und MÖNCHGUT (Hochseeversorger) und die LENA (BF der UdSSR), gehören, steht unter dem Kommando des Chefs der Volksmarine, Vizeadmiral Hendrik Born, in See wurde der Verband von Kptn. z. See Joachim Fechner geführt. Die Fahrt endet am 20.06.1990.

 

 
 
Juni
 
01.06.1970 Die Seefunkordnung (Anordnung über den Seefunkdienst mit der Gebührenordnung) der DDR tritt in Kraft. Zum gleichen Zeitpunkt wird die DDR - Funkzeugnisverordnung (Anordnung über Funkzeugnisse) verkündet.
05.06.1990 Erstmals läuft ein sowjetischer Flottenverband mit Kiel einen Hafen der Bundesrepublik Deutschland an.
07.06.2000 Änderung des Soldatengesetzes: Öffnung der Bundeswehr in allen Verwendungen für Frauen.

11.06.1990

bis

14.06.1990

Das Schulschiff der VM WILHELM PIECK besucht auf seiner letzten großen Ausbildungsfahrt Plymouth (Großbritannien). Es ist der erste Besuch eines Kriegsschiffs des Warschauer Vertrages in Plymouth und außerdem die Erwiderung auf den Besuch der britischen Fregatte ACHILLES in Rostock – Warnemünde.
13.06.1950

Auf Befehl der Sowjetischen Militäradministration werden in den Häfen Wismar, Rostock und Warnemünde Wasserstandsanzeiger (Pegel) aufgestellt.

13.06.1970

Feierliche Übergabe des Traditionsschiffes vom Typ FRIEDEN (ehemalige DRESDEN) an die Rostocker Bürger anlässlich der 12. Arbeiterfestspiele im Ostseebezirk Rostock.

14.06.1900 Kaiser Wilhelm II. vollzieht das zweie Flottengesetz. Es sieht im wesentlichen eine Verdoppelung der Zahl der Linienschiffe gegenüber dem Flottengesetz von 1898 vor.
16.06.1950  Auf der Grundlage des Beschlusses des Ministerrates der DDR vom 15.06.1950 wird die „Hauptverwaltung Seepolizei“ (HVS) geschaffen, d. h. die Seepolizei mit ihrem Führungsorgan die HVS, Stab der Seepolizei. Sitz der HVS ist Berlin - Adlershof. Die erste Leitung der HVS: Leiter der HVS: Generalinspekteur der VP Waldemar Verner; Stellvertreter Polit-Kultur: VP-Inspekteur Felix Scheffler; Leiter HA Personal: Chefinspekteur der VP Richard Fischer.
19.06.1980

Aufhebung der bislang geltenden Begrenzung des Einsatzgebietes der Bundesmarine (bisher 31. Breitengrad) durch den Bundessicher-heitsrat.

19.06.1950

Gründung des Hochseefischereibetriebes in Rostock Marienehe (Kern des späteren Fischereikombinates Rostock).

21.06.1980

Aufhebung aller Tonnage-Beschränkungen für die Bundesmarine durch die WEU.

25.06.1960 Stapellauf des FDGB-Urlauberschiffes FRITZ HECKERT in der Mathias-Thesen-Werft Wismar.

25.06.1970

bis

28.06.1970

Unter der Leitung des Chefs der Volksmarine, Vizeadmiral Wilhelm Ehm, besucht ein Flottenverband der VM mit dem KSS ERNST THÄI.MANN, MLR-Schiff ROSTOCK, U-Boot-Jäger LUDWIGSLUST und MSR-Schiff DEMMIN den polnischen Hafen Gdynia.

28.06.1990

Außerdienststellung des Tenders MOSEL und des Schulschiffes DEUTSCHLAND der Bundesmaine.
28.06.1990

Der VEB BBB legt seinen VEB-Status ab und firmiert künftig als treuhandverwalteter Betrieb „Bagger-, Bugsier- und Bergungsreederei GmbH Rostock“ mit sechs Geschäftsbereichen: GB 1 Naßbaggerung, GB 2 Taucherei, GB 3 Vermessung, GB 4 Entsorgung, GB 5 Lotsen / Bugsieren, GB 6 Maritim Service. Geschäftsführer werden der ehemalige Direktor Wolfgang Soyk und der ehemalige Direktor für Ökonomie Hoffmann.

30.06.2000

Auflösung des 6. Minensuchgeschwaders (mit Außerdienststellung der PADERBORN) in Wilhelmshaven.

 
 

Und sonst?

 

  • 1780 ...wurde die erste Lademarken-Konvention abgeschlossen. Die Tiefladelinien bzw. der Freibord werden      danach für Fahrten in Frischwasser bzw. Meerwasser nach Jahreszeiten sowie für die Tropen mittschiffs an beiden Seiten bis zu der neben der Freibordmarke angebrachten Lademarke, die den jeweiligen Mindestfreibord angibt, abgeladen werden.
  • 1900 ...erzielte die deutsche Fünfmastbark POTOSI auf einer Reise nach Valparaíso einen Schnelligkeitsrekord  von 540 sm in 24 Stunden, was einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 22.5 kn entspricht. Die  POTOSI, 1895 gebaut, war 120 m lang und hatte 4.700 m2 Segelfläche.
  • 1950 …rüstete im Mai die DDR ihre Logger mit 25-Watt-Sprechfunkanlagen vom Typ SF 2/49 bis 3/51 vom Funkwerk Dabendorf aus.
  • 1960 erhielten im Juni im VEB Fischkombinat Rostock die ersten weiblichen Mitarbeiter ihr Seefahrtsbuch.