Marinemuseum Dänholm

Herzlich willkommen!


Wie der Zufall es will!

 

Nach einigen Monaten aktiver Arbeit im Gebäude des zukünftigen Marinemuseums, begann das Tauwetter einzusetzen und wir mussten feststellen, dass unser Zugang zur Sternschanze für Besucher nicht zumutbar war. Der Weg durch die Wallanlage in den Museumshof hatte sich in eine Rinne voller Schlamm verwandelt. Nun war guter Rat teuer. Wir, das war der Dr. Auerbach und der Autor dieses Berichtes, überlegten welche Möglichkeiten wir hätten, um diese lange Strecke ohne viel Aufwand zu befestigen.

 

Doch eines Tages erhielten wir Besuch.

 

Zwei Herren wollten uns sprechen und stellten sich als Mitarbeiter eines auf dem Dänholm seit kurzem angesiedelten Ausbildungsbetriebes für Straßen und Landschaftsgestaltung vor. Ins Gespräch kam unter Anderem auch unsere feuchte Straße und sie wussten Rat. Sie erklärten, dass bei ihnen Pflasterarbeiten im Ausbildungsplan stünden und jeder Schüler mindestens einen Meter Straße im Ausbildungszyklus zu Pflastern hätte. Anschließen würde die Pflasterung wieder abgerissen, um für neue Lehrarbeiten Platz zu schaffen. Sofort begriffen wir, dass das die Chance ist, um unsere Misere zu beheben.

 

Wir beiden „Museumsarbeiter“ sprachen uns ab. Schnell einigten wir uns mit der Firma.

Dann nahmen wir uns der Sache an.

 

Es lag auf der Hand, besser konnten wir das Problem gar nicht lösen. Wir wollten nun versuchen, diese Arbeiten an unserem Weg durchführen zu lassen. Da man solche Dinge nicht heimlich durchführen kann, wendeten wir uns an den Direktor des Kulturhistorischen Museums. Er sagte zu und ebnete den Behördenweg.

 

Erneut hatten wir Glück, die benötigten Steine wurden gerade beim Abriss einer Straße in der Stadt geborgen und konnten uns zur Verfügung gestellt werden. Den Kies bezahlte der Förderverein.

 

Später erfolgte eine Begehung unserer Außenanlage und zehn Amtsleiter der Stadtverwaltung nahmen daran teil. Ob Bodendenkmalpflege oder Grünflächenamt oder andere kompetente Ämter, es waren alle vertreten und es wurde beschlossen:

 

„So machen wir es“.

 

Eine Probegrabung brachte zu Tage, dass schon zu preußischer Zeit ein Ziegelweg in die Schanze führte, der sich aber weit unter dem Straßenniveau befand und schlecht wiederherzustellen war. Die Festlegung, den alten Weg frei zu räumen, zu dokumentieren, zuzuschütten und darüber die neue Straße zu bauen, erwies sich als machbar und wurde von den Lehrlingen mit viel Initiative in die Tat umgesetzt. Später wurde dann der Hofplatz, mit dem großen Kastanienbaum in seiner Mitte, an die Straße angebunden. Heute kann man sich den alten Zustand nicht mehr vorstellen. Die Wegeführung fügt sich in die Sternschanze harmonisch ein. Das alles hatte ein zufälliger Besuch von interessierten Bürgern bewirkt!

 

Man kann den Akteuren nur noch einmal Dank sagen!

 

Ansicht zu Beginn der Baumaßnahme mit freigelegtem ehemaligen Zugangsweg

 

 

Ortsbegehung mit den Ämtern Stralsunds

 

 

 

Neue Zugang zur Sternschanze

 

 

Bilder und Text Klaus Trepping

 

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