Marinemuseum Dänholm

Herzlich willkommen!


Maritimes Kalenderblatt

 

An dieser Stelle finden Sie ausgewählte Daten und Ereignisse zur Marinegeschichte Mecklenburg-Vorpommers sowie der nationalen und internationalen Seefahrt. Die Daten werden zweimonatlich aktualisiert und erheben  keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie werden geprüft, eine Garantie für die Richtigkeit kann aber nicht übernommen werden.

 

Rückinformationen zu den Kalenderblättern bezüglich Interesse, aber auch Wünsche zu den Themen und Hinweise nehmen wir gern entgegen.

 

Zusammengestellt von: Hans-Peter Küßner und Klaus-Peter Bittner.

 

Januar

 
01.01.1868  Der Rektor der Navigationsschule von Elsfleth, Wilhelm von Freeden, eröffnet in Hamburg, für zunächst zwei Jahre, die „Norddeutsche Seewarte“ (später Deutsches Hydrographisches Institut/DHI, dann Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie/BSH)
01.01.1908 

Das Reichsmarineamt gibt Richtlinien zum Signalverkehr zwischen Kriegs- und Handelsschiffen unter deutscher Flagge heraus. Telefunken liefert erste Marine-Empfänger. Es handelt sich um alte Fritter-Empfänger, die für den Detektor-Empfang umgerüstet sind.

01.01.1958 

Aufstellung der Marine-Seenotstaffel der Bundesmarine in Kiel-Holtenau.

 

Umbenennung der Matrosenschule in Betriebsberufsschule des VEB DSR.

01.01.1968 

Auflösung des 1. Zerstörergeschwaders der Bundesmarine; Einheiten wechseln zum 3. Zerstörergeschwader, das von Flensburg nach Kiel verlegt.

01.01.1998  Das Schiffssicherheitsgesetz tritt in der BRD in Kraft. Danach und nach der Schiffsausrüstungsverordnung See, dem Seeschifffahrtsan-passungsgesetz und der Schiffssicherheitsanpassungsverordnung übernimmt das BSH (Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie) die Überprüfung der Funkanlagen auf Seeschiffen. Sie wird jedoch zunächst übergangsweise noch von den Mitarbeitern der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) durchgeführt.
04.01.1918 

Das deutsche U-Boot SM U 55 versenkt im Bristolkanal bei Hartland Point ohne Vorwarnung das unbewaffnete britische Hospitalschiff HMHS REWA (3.708 BRT). Zwar können alle 279 Patienten gerettet werden, aber durch die Explosion werden vier Maschinisten getötet.

05.01.1898

Erste Funktelegrafieverbindung in Österreich-Ungarn im Rahmen eines Vortrages von Dr. Tuma, nachdem im Vorjahr die Marine des Landes 500 Kronen für Funkversuche bereitgestellt hatte. Die k. u. k. Marine beabsichtigt, bei Marconi zwei Stationen für die Schiffe der kaiserlichen Marine zu bestellen. Ein Auftrag kommt jedoch wegen der hohen Kosten für die Marconi-Anlagen nicht zustande.

08.01.1958 

Der griechische Erzfrachter ARCHON GABRIEL, ein Liberty-Schiff unter der Flagge Costa Ricas, ist auf das Riff der Greifswalder Oie aufgelaufen. Das MLR-Schiff 6-11 der SSK der DDR, 1. Flottille Peenemünde, übernimmt bei ungünstigen Witterungsbedingungen die ersten Sicherungsmaßnahmen bis die Bergung eingeleitet werden kann. Der VEB Schiffsbergung und Taucherei Stralsund übernimmt dann die Bergung des Schiffes. Da die Bergungsprämie nicht bezahlt werden kann, geht der Havarist in das Eigentum der DDR über. In Danzig generalüberholt, fährt das Schiff noch viele Jahre unter der Flagge der DSR als ERNST MORITZ ARNDT.

14.01.1938

Inbetriebnahme des Marinelazaretts Stralsund, heute Krankenhaus am Sund.

15.01.1968 

Der Eisbrecher STEPHAN JANTZEN wird in Dienst gestellt. Damit ist gewährleistet, daß auch in strengen Wintern wie 1962/1963 die Wasserstraßen passierbar gehalten werden können. Eingetragen wird der Eisbrecher für das Seefahrtsamt der DDR, bereedert wird er durch den VEB Lotsen-, Bugsier- und Bergungsdienst.

17.01.1918 

Die Veräußerung von Kauffahrteischiffen ins Ausland wird von der Genehmigung der Reichsregierung abhängig gemacht.

17.01.1958 Übernahme und Indienststellung des US-Zerstörers ANTHONY, nun Z 1, für die Bundesmarine.

17.01.1968

HAPAG und der Norddeutsche Lloyd (NDL) gründen die „Deutsche Container-Dienst GmbH“, um die Aufnahme gemeinsamer Containerdienste vorzubereiten.

 

 
 
Februar
 
01.02.1968

Die Werft HDW, Hamburg und Kiel, liefert die OTTO HAHN, das erste mit Kernenergie angetriebene deutsche (BRD) Handelsschiff, ab. Es ist weltweit das einzige der wenigen Handelsschiffe mit Kernenergieantrieb, das nicht nur für Forschungszwecke, sondern auch für „normale“ Ladungsreisen eingesetzt wird. Anfang 1980 wird das Schiff für geschätzte 1,1 Mio. DM zum konventionellen Massengutschiff umgebaut und fährt später als TROPHY und NORASIA SUSAN. 

03.02.1988 Die Dockgrube für das Dock II der Warnow-Werft Warnemünde wird übergeben. Sie ist 17 m tief. Es wurden einschließlich der Zufahrt 365.000 m3 Boden gefördert und abtransportiert.
06.02.1968

Verlegung des 5. Schnellbootgeschwaders der Bundesmarine von Neustadt/Holstein nach Olpenitz.

08.02.1958 Das MS FREUNDSCHAFT macht als erstes Schiff der DSR in Shanghai (China) fest.
19.02.1938

Die erste wissenschaftliche Station auf einer driftenden Eisscholle, die sowjetische Nordpol 1, beendet erfolgreich ihre Arbeit.

20.02.1868  

In Preußen wird ein gemeinsames Sanitätskorps für Heer und Marine aufgestellt.

23.02.1918  

Gründung der Schiffsbeleihungsbank AG in Hamburg.

24.02.1968  

Die POLAR PARAGUAY läuft als Letztes der sechs Kühlschiffe der POLAR-Klasse bei Blohm & Voss vorn Stapel. Es ist das 40. Schiff, das die Werft in neunzigjähriger Zusammenarbeit für die Reederei gebaut hat.

27.02.1918   Konteradmiral Horthy de Nagybánya wird k. u. k. Flottenkommandant.
29.02.1988  

Außerdienststellung des Messbootes OKER der Bundesmarine.

 
 

Und sonst?

 

  • 1488 … gelang es dem portugiesischen Seefahrer Bartolomëu Diaz als erstem die Südspitze des afrikanischen Kontinents zu umsegeln. Im August des Vorjahres zur Suche des Seeweges nach Indien ausgelaufen, hatte ihn hierher ein Sturm verschlagen, so daß er für sie den Namen „Kap der Stürme“ wählte. Da jetzt Aussicht bestand, von hieraus Indien zu erreichen, wurde von König Johann ll. die Bezeichnung „Kap der Guten Hoffnung“ festgelegt.

 

  • 1898 ...errichtet im Januar  Marconi eine feste Funkstation im Hotel Madeira House im Küstenbadeort Bournemouth. Die Entfernung zu der Needles Funkstelle beträgt 14 Meilen    (23 km).   

    

  • 1898 ...beziffert sich  die Gesamtlänge aller Fernsprech- und Telegraphenleitungen der Erde laut Journal Telegraphique (Bern) mit 13.205.307 km. Darin sind 301.930 km Unterseekabel enthalten. Von den 14 Atlantik-Kabeln sind 12 in Betrieb. 

 

  • 1998   ...findet im Februar der 200. Stammtisch des FX INTERN e.V. Rostock statt. Diesem Stammisch ist die Festschrift „40 Jahre Seefunk der DDR“ von P. Volk gewidmet.