Marinemuseum Dänholm

Herzlich willkommen!


Maritimes Kalenderblatt

 

An dieser Stelle finden Sie ausgewählte Daten und Ereignisse zur Marinegeschichte Mecklenburg-Vorpommers sowie der nationalen und internationalen Seefahrt. Die Daten werden zweimonatlich aktualisiert und erheben  keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie werden geprüft, eine Garantie für die Richtigkeit kann aber nicht übernommen werden.

 

Rückinformationen zu den Kalenderblättern bezüglich Interesse, aber auch Wünsche zu den Themen und Hinweise nehmen wir gern entgegen.

 

Zusammengestellt von: Hans-Peter Küßner und Klaus-Peter Bittner.

 

September

 
03.09.1947 

Mit sofortiger Wirkung werden alle durch die sowjetische Bergungsgesellschaft gehobenen Fahrzeuge, die der WSD zugesprochen werden, ohne Bezahlung der Bergungskosten übergeben.

03.09.1977  Der umgebaute ehemalige Hecktrawler SONNE wird als größtes deutsches Forschungsschiff von der Reedereigemeinschaft Forschungsschifffahrt übernommen.
04.09.1837  Samuel Morse führt den ersten magnetischen Schreibtelegraphen einigen Freunden vor. Er übermittelt dabei die Worte „successful experiment with telegraph september 4th 1837“.
05.09.1977 

Indienststellung des Betriebsstofftransporters SPESSART für die Bundesmarine.

06.09.1917 

Erster ergebnisloser Einsatz eines Fernlenkbootes vor der Küste Flanderns gegen einen britischen Monitor.

15.09.1917 

Auf der Werft von F. Schichau in Danzig läuft nach der Taufe auf den Namen GRAF SPFE 15 Monate vor Fertigstellung der insgesamt letzte Schlachtkreuzerneubau für die Kaiserlichen Marine vom Stapel.

17.09.1957 Umbenennung des Schnellboot-Lehrgeschwaders der Bundesmarine in 1. Schnellbootgeschwader.

17.09.1997 

Auflösung des 4. Minensuchgeschwaders und Eingliederung der verbleibenden Einheiten in das 6. Minensuchgeschwader.

21.09.1957  Die Viermastbark PAMIR, ein Segelschulschiff der deutschen Handelsmarine (BRD), ging in einem Sturm auf dem Nordatlantik unter, wobei 80 der 86 Besatzungsmitglieder ums Leben kamen.
21.09.1967 

Der auf der Ausreise befindliche 10.500-tdw-Frachter MS FIETE SCHULZE des VEB DSR sinkt in den frühen Morgenstunden dieses Tages in einem Wirbelsturm in der Biskaya. Trotz einer umfangreichen Suchaktion, an der sich Schiffe vieler Nationen beteiligten und die von den Schiffen der DSR über vier Tage geführt werden, konnten nicht alle Besatzungsmitglieder geborgen werden. Sieben Seeleute finden bei diesem tragischen Schiffsunglück den Seemannstod, Sechs Seeleute und eine Stewardess sind verschollen.

23.09.1957 

MS EISVOGEL und DS GREIF (beide DDR) bergen den bei Dranske gestrandeten dänischen Motorschoner ELKA.

29.09.1967 

Auf MS THEODOR STORM, VEB DSR, wird während der Seereise von Yokohama/Japan nach Guayaquil/Ecuador an diesem Tag der Betrieb „zeitweilig unbesetzter Maschinenraum“ aufgenommen. Dieser Termin ist damit als Geburtsstunde des wachfreien Maschinenbetriebes innerhalb der Handelsflotte der DSR anzusehen.

 

 
 
Oktober
 
01.10.1937 Die Küstenfunkstelle Bremerhaven Lloydhalle Radio wird geschlossen.
01.10.1957

Bundesmarine: Indienststellung des U-Bootes HECHT (ex U 2367 KM Typ: XXIII), Bildung des Kommandos der Schnellboote in Flensburg-Mürwik sowie Bildung des Kommandos der Minensuchboote in Cuxhaven, des Weiteren Aufstellung des 3. Schnellbootgeschwaders in Flensburg-Mürwik.

01.10.1997

Umbenennung der Marineortungsschule in Marineoperationsschule. Diese wird zusammen mit der Marinetechnikschule in Parow zunehmend die Aufgaben der aufzulösenden Ausbildungs-einrichtungen Marinewaffen- und Marinefernmeldeschule über-nehmen.

02.10.1957  

Einrichtung der Marineakademie der Bundesmarine in Bad Ems, die später als Teil der Führungsakademie der Bundeswehr nach Hamburg verlegt wird.

03.10.1957  

Im Gesetzblatt der DDR erscheint die „Anordnung über den Erwerb von Großfunkzeugnissen“. Danach gibt es zwei Zeugnisse: Das Großfunkzeugnis 1. und das 2. Klasse, die zum Dienst bei festen Funkstellen, Küstenfunkstellen, Wetter- und Pressefunkstellen und bei der Funküberwachung berechtigen.

03.10.1977  Zusammenfassung des 4. und 6. Minensuchgeschwaders der Bundesmarine als Truppenversuch zum Minenabwehrgeschwader Nordsee, Heimathafen Wilhelmshaven.
05.10.1977  

Das Kombischiff GEORG BÜCHNER wird von der Deutschen Seereederei als stationäre Ausbildungsstätte in Rostock in Betrieb genommen.

07.10.1957

Die „Flaggenordnung der Nationalen Volksarmee der DDR“ wird auf Beschluß des Ministerrates der DDR eingeführt. Danach führen die Objekte der Truppenteile (u.a. auch die 1. und 4. Flottille) die Dienstflagge der NVA, die Schiffe und Boote der Seestreitkräfte die Dienstflagge der SSK sowie die Rang- und Kommandoabzeichen.

 

In Parow werden durch die Seestreitkräfte der DDR die ersten Torpedoschnellboote vom Projket 183 übernommen.

10.10.1907 Norddeichradio beginnt mit der bis zum Ende der Mittelwellenära über beide Weltkriege kontinuierlichen Beobachtung der Seenotwelle 600 m (550 kHz).
15.10.1867 Der Norddeutsche Reichstag bewilligt einen Flottengründungsplan.
18.10.1957 Gründung des Soldatenhilfswerks der Bundeswehr e.V. durch Offiziere und Unteroffiziere der Bundeswehr in Bonn.
20.10.1917

11 Marineluftschiffe der Kaiserlichen Marine greifen Ziele in London und Mittelengland an. Fünf von ihnen gehen auf dem Rückflug im Sturm verloren.

20.10.2007

Eröffnung der zweiten festen Rügenanbindung, eine 4.700 m lange Strelasundquerung, für den Straßenverkehr.

21.10.1967   Erstmals in der Marinegeschichte wird ein Schiff durch den Einsatz von Raketen vernichtet. Ein Raketenschnellboot der VAR (bei Volksmarine als Projekt 205 eingesetzt) versenkt mit zwei Raketen den israelischen Zerstörer Elath.
25.10.1867 Der Reichstag billigt den Flottengründungsplan der Regierung.
30.10.1897  

Der von Tirpitz erarbeitete Plan für den stetigen Ausbau der deutschen Flotte geht als Gesetzesvorlage dem Reichstag zu.

31.10.1967  Als erstes Schiff einer bei Blohm & Voss entstehenden Sechserserie großer Kühlschiffe übernimmt die Hamburg Süd das MS POLAR ECUADOR (5.617 BRT/7,957 tdw).
 
 

Und sonst?

  • 1677 ... charterte Brandenburg von Raule drei Fregatten sowie drei kleinere Fahrzeuge und beteiligte sich mit diesen gemeinsam mit sechs holländischen Kriegsschiffen an der Belagerung Stettins.
  • 1867 ... begann die Vermessung der deutschen Küsten durch die Marine mit drei Kanonenbooten.
  • 1947 ... genehmigte im September die britische Militärregierung die seit 1945 ruhende Lehrtätigkeit für die Seefahrtsschulen in Niedersachsen und Hamburg
  • 1987 ... beschloss im September die IMO in London die Einführung des Seenotsystems GMDSS im Zeitrahmen 1991 - 1999. Ausrüstungspflichtig sind alle Schiffe ab 300 BRZ und Fahrgastschiffe in der Auslandsfahrt.