Marinemuseum Dänholm

Herzlich willkommen!


              Episoden aus unserem Marinemuseum

 

 

Lieber in einer ABM sinnvoll arbeiten, als arbeitslos sein

Im November 1991 war der Weg zum Aufbau eines Museums auf der Sternschanze des Dänholm geebnet. Jetzt stand die Klärung der Personalfrage im Vordergrund. Eine Zeitungsnotiz half uns. Es war die Rede von der Schaffung von ABM-Stellen, um den plötzlich arbeitslos gewordenen Bürgern unserer Stadt einen Übergang ins Arbeitsleben zu bieten. Uns kam die Idee, dieses zu nutzen und so boten wir dem neu geschaffenen Arbeitsamt eine Reihe von Arbeitsmöglichkeiten an. Nach einiger Zeit und mehreren Rücksprachen erhielten wir die Zusage für eine solche Maßnahme.

Für uns wurde eine der ersten ABM in unserem Bereich geschaffen.

Die Maßnahme hatte den „Ausbau der Gebäude der Sternschanze zu einem Marinemuseum als Teilbereich des Kulturhistorischen Museums“ zum Ziel. Es beinhaltete für das Jahr 1992 folgende Aufgaben:

  • Sicherung der Bausubstanz vor dem Verfall,
  • Renovierung der Räume im Block 10 und Herstellung der Nutzbarkeit des Gebäudes,
  • Aufbau einer ersten Ausstellung.

Am 01.Januar 1992 wurden sechs Arbeitskräfte eingestellt, die sich vom ersten Tag an mit viel Elan an die Arbeit machten. Mit finanziell geringem Aufwand, großer Eigeninitiative und noch mehr Improvisation gingen die Arbeiten recht zügig voran. Es entwickelte sich in der Arbeitsgruppe, die aus besagten Kräften und den zwei ehrenamtlichen Mitarbeitern bestand, ein kameradschaftliches Miteinander, was zu einer guten Arbeitsatmosphäre führte und sich sehr positiv auf die Erfüllung unserer Vorhaben auswirkte.

 

Bis zum 01.Juni wurden das Dachgeschoss und die erste Etage, des als Museumsblock vorgesehenen Gebäudes 10, grundlegend instandgesetzt. Die beiden ehrenamtlichen Mitarbeiter erarbeiteten das Ausstellungskonzept, die Texte der Ausstellungswandtafeln und leiteten die Aufbauarbeiten. Nach Fertigstellung der Räume konnte mit der Einrichtung der Museumsräume begonnen werden. Das Konzept für den Ausbau der ersten Ausstellung stand und wurde offiziell für gut befunden. Die nötigen Exponate sammelten wir in dieser Zeit von vielen hilfreichen Besuchern, Freunden und auch aus dem Fundus unseres Kulturhistorischen Museums.

 

Nun mussten die Einrichtungen, wie Wandtafeln, Vitrinen, Schrifttafeln und andere wichtige Dinge geschaffen werden. Die Vitrinen entstanden aus Baumarktplatten. Glas wurde gekauft und zu Vitrinen verarbeitet. Gut, dass ehemalige Aquarianer sich mit solchen Arbeiten auskannten. Zu unserem Arbeitsteam gehörte eine ehemalige Dekorateurin. Sie besaß ein hohes fachliches Wissen und lief bei der Neueinrichtung der einzelnen Räume zu Höchstleistungen auf. Die Räume füllten sich und jeder fertige Raum bot nun dem Betrachter ein Stück Militärgeschichte unserer Stadt, seiner Umgebung und der verschiedenen deutschen Marinen.

 

Pünktlich zum 24. Juli 1992 konnten wir das Museum eröffnen und der Stadt Stralsund eine in dieser Art bisher noch nicht erarbeitete Geschichtsdarstellung übergeben.

 

Der erste Besucher war ein bekannter Stralsunder Ordenssammler. Er blieb von da an unser treuer Helfer in Sachen militärische Auszeichnungen. Wir erhielten später seine Sammlung als Nachlass und so bleibt er uns in ständiger Erinnerung.

 

Zurückschauend muss man feststellen: Ohne unsere Mitarbeiter in Form von ABM und MAE- Kräften würde unser Museum wohl nicht das geworden sein, was es nach 20 Jahren geworden ist.

   

Ich danke auf diesem Wege noch einmal allen Mitarbeitern für ihren Einsatz in unserem Museum. 

 

 

Schnappschüsse von der ersten Ausstellung vor der Eröffnung

 

 

                                           

                                   

 

Ausstellungsraum Nachkriegszeit in Stralsund

 

 

 

 

 

Ausstellungsraum Wrackfunde vor Rügen

 

 

 

 

Begrüßung 1000. Besucher im August 1992

 

 

die erste Museumsbesatzung feiert ein erfolgreiches Aufbaujahr

 

  

 

Bilder und Text  Klaus Trepping

 

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