Marinemuseum Dänholm

Herzlich willkommen!


Episoden aus unserem Marinemuseum

 

Das mit den Schafen war  wohl nichts?!

 

Im Verlauf der Jahre hatte sich das Außengelände des Marinemuseums mit vielen neuen Exponaten gefüllt, die in den schön gelegenen Innenbereich der alten Schanzenanlage integriert wurden. Wir hatten uns von Anbeginn des Museumsaufbaus, bei der Hofgestaltung für eine Grünanlage in den Grenzen des alten kaiserlichen Kasernenhofes entschlossen. Bisher war der Arbeitsaufwand mit den zur Verfügung stehenden  Mitarbeitern zu schaffen. Doch langsam wurden immer mehr der Arbeitsstellen die mit ABM/MAE- Kräften besetzt waren, eingespart. Das bedeutete, dass wir  mit unseren laufenden Arbeiten in Verzug kamen. Nun war guter Rat teuer. Bei einem Gespräch mit dem Direktor des Stralsunder Zoos erfuhren wir, dass der Zoo Weideplätze für Schafe benötigte.

 

Nach kurzer Überlegung schufen wir das gemeinsame Projekt „Schafe auf den Dänholm“.

 

Damit sollten gleich mehrere Probleme gelöst werden. Erstens konnte der Zoo seine Schafe unterbringen und zweitens konnten wir bei unseren Grünflächen das Rasenmähen minimieren. Außerdem hätten wir dann noch für die Kinder unsere Besucher ein Streichelgehege und damit eine weitere Attraktion geschaffen.

 

Mit Elan gingen die Mitarbeiter unter der Leitung unseres ehrenamtlichen technischen Leiters an den Gehegebau, inklusive Schutzhütte und Auslauffläche, heran. Nach einiger Zeit war die Voraussetzung für den Einzug der neuen Bewohner unserer Insel geschaffen.

 

Die Schafe wurden angeliefert und fühlten sich in ihrem neuen Heim schnell wohl.

 

Abends wurde zugefüttert und dann gingen alle Mitarbeiter ihrer Wege. Am nächsten Morgen  war alles in Ordnung. Die Schafe standen noch unter den Bäumen und ließen sich das Frühstück schmecken. Alle freuten sich und so mancher Feinschmecker sprach auch schon von „Hammel vom Grill“.

 

Am folgenden Morgen  aber, welch ein Schreck, die Schafe waren nicht im Gehege.

 

Nun stand die Frage, suchen wir oder gehen wir gleich zur Polizei. Wir suchten und siehe da, unsere neuen Mieter hatten sich auf der Insel verteilt und bessere Futterstellen gesucht. Mit einiger Mühe bekamen unsere Leute die Schafe zurück ins Gehege.

 

Doch am anderen Morgen das gleiche Bild. Die Schafe mussten gesucht werden. Nun kamen schon die ersten Beschwerden, denn die Schafe konnten keine Ordnung auf der Insel halten. Wir hatten keine Erklärung für den Ausbruch, denn alle Zäune waren in Ordnung.

 

Doch dann sahen wir, wie ein Schaf im gestreckten Sprung den Zaun übersprang und im Wald verschwand. Nun war es klar wie es zum Ausbruch kam. Auf unsere Frage im Zoo, ob das normal sei, kam die Antwort, „Ja, es sind ja Heidschnucken  und die springen nun mal!“.

 

Wir versuchten es noch einmal mit einer anderen Rasse, doch auch die Schafe sprangen. Wir waren froh als wir die Tiere zurückgeben konnten.

 

 

Nun pflegen wir erneut selber unsere Grünanlagen.

 

Die Lösung dieses Problems wird aber immer dringlicher, denn die Gestellung neuer Mitarbeiter nimmt weiter ab.

 

Demnächst ist ein Rasentraktor für unseren technischen Leiter geplant. 

 

Hoffentlich springen die Preise für solch eine Maschine nicht auch so wie unsere Schafe in die Höhe!

 

Der Stall steht verweist im Gelände.

 

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